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Fáe - Efthimios Moschopoulos.

dance performance
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Der Titel spielt mit einer Mehrdeutigkeit oder verbirgt vielmehr einen Hinweis. Im Griechischen klingt das Kommando „iss" (fáe) wie ein Befehl, sich selbst zu versorgen, aber auch wie die sanften Worte, die man einem geliebten Menschen sagt, damit er auf sich selbst aufpasst. Efthimios Moschopoulos schöpft aus seinen Kindheitserinnerungen, die mit Essen verbunden sind: Salz von den Felsen sammeln, Oliven pflücken, Tomatenmark herstellen, pflanzen, Zwiebeln flechten, jeden Tag die gleichen Wege gehen, um Schafe zu füttern und zu tränken. Wie beim Eindecken eines festlichen Tisches errichtet er ein rustikales Beichthaus, in dem die Süße und die Härte des Landlebens sich vermischen — die Einsamkeit, der Kampf, seine queere Identität unter seinen eigenen Leuten als Teenager anzunehmen, das Bedürfnis, sich auszudrücken, und das Erwachen von Begehren.

Auf dem Altar des Tanzes gibt der Körper des Performers sich selbst hin und erzählt seine Geschichte mit großer Zärtlichkeit. Charismatisch wird er abwechselnd zum Tier, zur Pflanze, zum Stein, zu einer primitiven oder chimärischen Kreatur — ein Faun, verloren in seinen Träumereien. Diese mit einem bewohnten Solo vermischten Gesten eines bildenden Künstlers ergeben ein sinnliches und nachdenkliches, poetisches und zutiefst ergreifendes Erinnerungsmahl.

  • Dienstag, 30. Juni 18:00
  • Mittwoch, 1. Juli 18:00